Werke aus der Wiener Klassik, Romantik und Gegenwart stellen das Klavier in den Mittelpunkt eines kammermusikalischen Dialogs mit viel Spannung, innerem Ringen und klanglicher Verdichtung.
Joseph Haydn - Klaviertrio As-Dur, Hob XV/14
Der „unerschöpfliche Geist“ trug mit mehr als 40 Klaviertrios maßgeblich zu dieser Gattung bei. Das As-Dur Trio aus 1790 ließ er durch den Musikverlag Artaria erfolgreich vermarkten. Es geht in seiner Originalität weit über seine Vorgänger hinaus, was sich allein im melodisch reichen ersten Satz mit „kühnen Harmoniefolgen“ zeigt.
Lera Auerbach - 24 Préludes für Viola und Klavier
Die Präludien der russischen Pianistin und Komponistin zeigen ihre stilistische und emotionale Bandbreite, mit Einflüssen von Schostakowitsch, Schnittke und Piazzolla.
Ihre Polystilistik sagt sie, ist ein Versuch, unsere „Zeit voller Widersprüche mit ihrem Wahnsinn, ihrer Einsamkeit, Brutalität und ihrer schmerzlichen Sehnsucht nach verlorener Unschuld zu erforschen“.
Johannes Brahms - Klavierquartett c-moll, op.60
Das Quartett aus 1875 basiert auf einem Werk, das Brahms in 1855 schrieb, in tiefster Verzweiflung und Liebe zu Clara Schumann. Der Kopfsatz mit Seufzermotiven und das düstere Scherzo bewahren viel von der ursprünglichen Fassung. Das Andante hingegen ist innig und entspannt, das Finale endet als Choral mit einem tragisch resignativen Ton.
Violine: Klara Flieder
Viola: Thomas Selditz
Viololoncello: Reinhard Latzko
Klavier: Christian Schmidt