Den konzertanten Auftakt 2026 machen Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms. Beide Klaviertrios sind groß angelegte Werke, die den Wunsch der Komponisten nach sinfonischen Dimensionen in der Kammermusik widerspiegeln und sich durch reichhaltige Klangvielfalt und eine tiefe emotionale Bandbreite auszeichnen.
Ludwig v. Beethoven: Klaviertrio Es-Dur, op.70/2
Dieses Klaviertrio aus 1809 ist eine Komposition für Klavier, Violine und Violoncello und der ungarischen Gräfin Marie von Erdödy gewidmet, bei der Beethoven zu dieser Zeit wohnte. Sowohl das Wiener Publikum als auch renommierte Zeitgenossen Beethovens waren begeistert von dem Werk, wie u.a. der Berliner Komponist und Publizist Johann Friedrich Reichardt und der Schriftsteller E. T. A. Hoffmann, der fand, dass in diesem Werk „der Beethovensche Genius auf die originellste Weise hervortritt“.
Johannes Brahms: Klaviertrio H-Dur, op.8
Es ist das erste Klaviertrio des deutschen Komponisten und zugleich das letzte, denn Brahms veränderte es so radikal, dass es in zwei verschiedenen Fassungen aus den Jahren 1854 und 1889 vorliegt. Die Neufassung ist Brahmscher Spätstil in Reinform: intensive Verdichtung statt jugendlichem Überschwang, motivische Arbeit statt lyrischer Melodik, Reife des Alters statt jungenhafter Leidenschaft.
Violine - Karol Danis
Violoncello - Reinhard Latzko
Klavier - Christopher Hinterhuber
Moderation - Christian Schmidt