Glücklich ist, wer vergisst. Oder sich erinnert? Zum Beispiel an das Jahr 1926. Da wurde am 1. August in Reichenau eine alte Holzschleiferei in ein Theater umfunktioniert und mit der Fledermaus eröffnet.
Hundert Jahre später kehren die Festspiele Reichenau zu genau diesen Ursprüngen zurück: Mit einer Neu-Auflage, die noch dazu im Wien des Jahres 1926 spielt. Nils Strunk und Lukas Schrenk widmen sich nun erstmals einer großen Operette, um nicht zu sagen: der Operette schlechthin.
Ihre Version der Fledermaus pulsiert im Rhythmus der „Roaring Twenties“: Swing, Blues und Charleston treffen auf die unvergänglichen Melodien von Johann Strauß. Eine Epoche auf Messers Schneide zwischen wirtschaftlicher Not und Weltflucht, Hyperinflation und Hedonismus.
In diesem Tanz auf dem Vulkan entspinnt sich die Verwicklung um den wohlhabenden Gabriel von Eisenstein, der statt im Gefängnis auf einer Party im berüchtigtsten Cabaret der Stadt landet: dem „Palais Orlofsky“. Die Champagner-Korken knallen und die brüchige Fassade bürgerlicher Sittsamkeit beginnt zu bröckeln …
Eine exzellente Live-Band und ein hochkarätiges Ensemble aus Schauspiel und Musiktheater spielen auf in dieser rauschhaften Melange aus Goldener Operettenära und Goldenen Zwanzigern. Im Juli 2026 öffnet das „Palais Orlofsky“ seine Pforten.
Sind Sie dabei?
Besetzung:
Regie, Musik- und Textbearbeitung: Nils Strunk & Lukas Schrenk
Produktion: Julia Wagner, Tina Schmidt
Mit:
Helmut Bohatsch Julia Edtmeier
Gerhard Kasal
Peter Lesiak Eva Mayer
Jakob Semotan
Sebastian Wendelin u.a