Südlich von Mannersdorf befindet sich im Wald die "Wüste", ein von einer 4,5 km langen Mauer umgebenes ehemaliges Klostergebiet der "Unbeschuhten Karmeliter". 1986 wurde hier der jüngste Naturpark Niederösterreichs eröffnet. Der Name leitet sich vom griechischen Wort "eremos" ab – eine etwas ungenaue Übersetzung für "Einsiedelei". Innerhalb der Klostermauer befanden sich ursprünglich im Wald verstreut sieben Einsiedeleien, ein Fischkalter und Fischteich, ein Obstgarten, ein Meierhof, drei Steinbrüche und ein Kalkofen – im Zentrum die Klostergebäude mit der der heiligen Anna geweihten Klosterkirche.
Der Naturpark bietet dem Erholungsuchenden in ausgedehnten Laubwäldern, Wiesen und Alleen, mit zum Teil uraltem Baumbestand, reichlich Gelegenheit zu ausgedehnten Wanderungen in noch unverfälschter Natur. Im Naturpark gibt es mehrere markierte Rund- und Themenwege, darunter der Maria-Theresia-Rundwanderweg und der Kaiser-Franz-Josef-Rundwanderweg, die in Länge und Schwierigkeit variieren. Die einfachen, kinderwagentauglichen Wege bis zum Kloster eignen sich perfekt für eine kurze Spazierrunde, der Spielplatz bringt Action, und am Wochenende bietet ein Café Erfrischungen. Der Besuch des Naturparks ist kostenlos.